Freitag, November 07, 2008

Gr8tracks: "November from Nowhere"

Musik im November für Novembertage:

3Gr8tracks of alternative, trip hop, country, folk and folk-rock, including music by Belle & Sebastian, Black Box Recorder, Chokebore and Chris & Carla.







3Gr8tracks of alternative, trip hop, country, folk and folk-rock:

News From Nowhere - Dakota Suite / Shoot out the Lights - Richard & Linda Thompson/ Late November - Sandy Denny / Things Behind The Sun - Nick Drake/ A Night In - Tindersticks/ Hell Is Around The Corner - Tricky/ Just Like The Rain - Richard Hawley / Maid Of Bond Street - David Bowie / It's Only The End Of The World - Black Box Recorder / Long Black Veil - Nick Cave & The Bad Seeds / Creeping Coastline Of Lights - Mark Lanegan / Ten Nights - Spain / Mercury Rising - Chris & Carla / Hickey - Lambchop / Kathleen - Townes Van Zandt /The Watersample - Tarwater / In The Rain - Jesus And Mary Chain / Nights Like These - Hayden /Sweet Bitter Love - Terranova / When People Are Dead - The Go-Betweens /Kite Flying - Willard Grant Conspiracy /Empty Streets - Midnight Choir /Blind My Mind - Flunk /Night Walk - Belle & Sebastian /On Your Side - Madrugada / I'll Live Yesterdays - Lee Hazlewood / Roads - Portishead /Lily and Parrots - Sun Kil Moon /See The Sky About To Rain - Neil Young / Death At Low Water - Chris & Carla /Can't Make A Sound - Elliott Smith /All Tomorrow's Parties - The Velvet Underground / Isn't it a Pity - Galaxie 500 /Funeral Tango - Scott Walker /Satisfied Mind - Jeff Buckley / Unfinished Sympathy - Massive Attack / I Can't Escape from you - The The / Who Knows Where The Time Goes - Sandy Denny

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Dienstag, November 04, 2008

Lesezeichen: Il padre del noir all'italiana

"In mir steckt ein wütender Hund,
der mich ständig beißt."
Giorgio Scerbanenco

Nachdem der bedeutendste italienische Kriminalliteraturpreis nach ihm benannt worden ist, hat vor ein paar Jahren auch die deutsche Feuilleton-Zunft Giorgio Scerbanenco (1911-1969) mehr schlecht als recht wieder entdeckt.

Scerbanenco
Giorgio Scerbanenco

Aus der Schreibmaschine des Vaters des italienischen Roman noir stammen unter anderem die Duca Lamberti-Romane, die im Milano nera spielen.

Diese liegen auch von Christiane Rhein deutsch übersetzt vor:
  • Das Mädchen aus Mailand (Wien: Kremayr & Scheriau, 2001, früherer deutscher Titel: Leichte Mädchen sterben schwer; Titel der italienischen Originalausgabe: Venere privata)
  • Die Verratenen (Wien: Kremayr & Scheriau, 2002; frühere deutsche Titel: Doppelt gekillt hält besser, Tod den Verschwörern; Titel der italienischen Originalausgabe: Traditori di tutti)
  • Der lombardische Kurier (München: Btb, 2004, früherer deutscher Titel: Mord stand nicht im Stundenplan; Titel der italienischen Originalausgabe: I ragazzi del massacro)
  • Ein pflichtbewusster Mörder (München: Btb, 2004, früherer Titel: In Mailand mordet man Samstags; Titel der italienischen Originalausgabe: I milanesi ammazzano al sabato)
Scerbanencos Wechselbeziehung zu Giallo-Kino und Poliziottesco-Filmen von Regisseuren wie Mario Bava, Fernando di Leo oder Sergio Martino liegt noch weitgehend im Dunkeln. Aus zahlreichen Verfilmungen ragt Milano Calibro 9 von Fernando di Leo aus dem Jahr 1972 hervor. Der Film mit Mario Adorf greift Motive aus Scerbanencos gleichnamiger Sammlung an Kriminalkurzgeschichten auf.



O ja, im Gefängnis hatte er auch gelernt zuzuhören, seine Zellengenossen hatten unendlich lange Märchen zu erzählen, Märchen von ihrer Unschuld, Märchen von Frauen, die sie in den Ruin getrieben hatten, alle waren sie von Kain ermordete Abels oder von Eva verführte Adams. Der Ingenieur hingegen erzählte etwas anderes, etwas Wahres, etwas, das schmerzte, und er hörte ihm wirklich zu. „Natürlich“, bestätigte er.
(Giorgio Scerbanenco, Das Mädchen aus Mailand)

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Im Kino: "Der große Japaner" ("Dai-Nipponjin", Japan 2007)

Mein letzter Kinobesuch in der Berliner Brotfabrik.
Prädikat: "Von Jörg Buttgereit empfohlen".
Noch Fragen?



Und wer diese meisterhafte Mockumentary verpasst haben sollte, dem sei der große Showdown natürlich nicht vorenthalten (Achtung: Spoiler-Alarm!):



zzzZZZEEEEAAAAAAAAAAA!

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Sonntag, Mai 06, 2007

Alles neu macht der Mai: Auftritt ...:::last&leiwand:::... 2.0 in ...

Ich hab so Heimweh nach dem Kurfürstendamm,
ich hab so Sehnsucht nach meinem Berlin!
Und seh ich auch in Frankfurt, München, Hamburg oder Wien
die Leute sich bemühn, Berlin bleibt doch Berlin.
Ich hab so Heimweh nach dem Kurfürstendamm,
Berliner Tempo, Betrieb und Tamtam!
Hätt ich auch wo `ne Wohnung, und wär sie noch so neu,
Ich bleib Berlin, meiner alten Liebe treu!

Alles was gut war, das kommt mal zurück,
wenn darüber auch Zeit vergeht.
Aus Glück wurde Pech und aus Pech wird Glück,
solange die Welt sich dreht!
Unser Brandenburger Tor
hat schon viel gesehn,
und mit Schnauze und Humor
da wird`s schon weitergehn.

und Schnauze und Humor sind in Bielefeld auch durchaus angebracht, wenn in dem pittoresken Städtchen am Teutoburger Wald der westdeutsche im allgemeinen und der ostwestfälische Ordnungsfaschismus im besonderen in seine Schranken verwiesen werden soll, zum Beispiel dann, wenn der inkompetente Aushilfskellner im Irish Pub das nicht bestellte Softeis gekonnt im freien Fall und in seiner Beschränktheit einem über die Klamotten splattert und als Eisbombe serviert...

Vielleicht könnte die pulsierende Metropole Ostwestfalens aber auch durch ein Abschalten der ab 18 Uhr vollkommen überflüssigen Straßenverkehrsampeln entscheidend dem Klimawandel vorbeugen, weil spätestens zu diesem Zeitpunkt hier die Bürgersteige hochgeklappt werden. Bis dahin werden aber die gefühlten Legionen sinnloser Fußgängerampeln hier auch in Zukunft über Nacht nicht ausgeschaltet werden, obwohl zu dieser Zeit sich nur noch so viel Kraftfahrzeuge auf den Straßen befinden, um schlimmstenfalls die scheinbar hier in unsichtbaren Massen wandernden Kröten zu gefährden, von denen mir bis jetzt allerdings nicht eine einzige weder in lebendiger noch in über- oder plattgefahrerener verblichener Form als Fußgänger respektve Rad- oder Autofahrer begegnet ist - und ich als kleiner Tierfreund ebenso weder eine über- noch plattgefahren habe. Im Gegensatz zu den wandernden Kröten, für die hier sogar ganze Straßenzüge saisonal gesperrt werden, brauchen aber Fußgänger in den Nachtstunden die eigens für sie eingerichteten Ampeln sowieso nicht, da sie sich um diese Zeit sowieso nicht mehr auf dieses heiße Pflaster des brodelnden Molochs trauen.


Insofern hat die (Nicht-)Benutzung der Öffentlichen Nahverkehrsmittel dann doch wieder etwas mit dem Wetter bzw. Klima und seinem Wandel zu tun sowie einem damit verbundenen Tipp für Bielefelder Berlin-Touristen und Berliner Reisende mit Reiseziel Bielefeld: Während man sich in Berlin prima und bequem von der Lebensmittel- und Freßabteilung im KaDeWe ins aufgesetzte pseudoschickimicki Nachtleben der peinlichen wie ekelhaften Bussi-Bussi-Gesellschaft nach Mitte schlagen kann, weil sogar am Wochenende die U-Bahn im Viertelstundentakt, die S-Bahn immerhin stündlich und Nachtbusse sowieso fahren, die einen zum Ort für den Absacker nach Wahl bringen, nutzt sogar eine Bushaltestelle in Bielefeld vor der eigenen Wohnungstür herzlich wenig, wenn keine Station der geräumigen Straßen-, Untergrund- whatever Bahn in der Nähe ist: das verwundert nicht, fährt der Bus doch in Berufszeiten nur jede halbe Stunde und stellt seinen Betrieb in der Woche konsequent vor halb neun ein, so dass man nach einem langen Arbeitstag noch zu einer kostenlosen wenn auch unfreiwilligen Stadtwanderung beispielsweise durch malerische Vororte wie Stieghorst (in der Sprache der Einheimischen: Stiiiechhooaarst) eingeladen wird. Ein Schelm, der Böses dabei denkt, wenn er meint, dass man im Tristielefelder Nachtleben sowieso nicht auf seine Kosten käme. Auch da gäbe es einiges zu erzählen, aber nicht jetzt...

Summasummarum bleibt ein zwiespältiger Eindruck von der Königin unter Deutschlands unbekannten Städten (Frankfurter Allgemeine) haften und um die über diese lächerliche Alphaversion kaum hinausgekommene Bielefeldverschwörung noch zu retten, ist neben aktivem Klimaschutz u.a. durch Abschaltung von Verkehrsampeln (Warum fällt mir jetzt noch der ungewollt unlustige Spruch von Bielefeld, der freundlichen Baustelle am Teutoburger Wald ein?) eine Balkanisierung im Kopf zwingend erforderlich:

Kurz: Dieser SchreiBlog dient unter anderen diesem Zweck und hat sich zu seinem Ziel gesetzt, den internationalen Experialismus zu fördern, man darf gespannt sein - oder auch nicht...

Einige Anmerkungen als captatio benevolentiae zum Schluss (für den Fall, dass man sich in Bielefeld, Berlin oder Kammeratsheide nicht angemessen dargestellt sieht):
  1. Wer das liest, ist nicht im Zweifelsfall doof, aber selber schuld.
  2. Ähnlichkeiten mit existierenden Ortschaften sind weder zufällig noch nicht beabsichtigt.
  3. Zudem sieht sich der Blog nicht dem Bielefeld-Bashing, sondern dem Echten, Wahren, Guten verpflichtet, deswegen geht's beim nächsten Mal hier auch um Sex, Drugs & Rock'n'Roll oder Friede, Freude, Eierkuchen...

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Sonntag, September 17, 2006

mein blog ist eine baustelle - lavori in discorso

gut, dass ich hier einmal ein wenig aufgeräumt habe...